Inside Out Vegetarischer Knödel Burger

Inside Out Vegetarischer Knödel Burger

Neulich auf der Durchreise in Berlin hatte ich im „Lilys“ das ultimative Burgerrundumerlebnis. Während der Eine einen ca 30cm hohen Veggie-Burger verspeist, lässt sich so mancher Freak eine Auswahl von Schokoriegeln darüber schmelzen. Die Auswahl war riesig, von vegan über bio bis hin zu klassisch – einfach für jeden was dabei. Dabei löst der Burgerkult dieses gewisse amerikanische Gefühl aus, das jeder dem Burger unterbewusst ein bisschen anders zuschreibt.

Ich habe das mal nachgeschaut und tatsächlich befinden sich in den USA verschiedene Städte in einem bitteren Wettstreit, wer den berüchtigten originalen Hamburger erfunden hat. Es ist jedoch tatsächlich am plausibelsten, dass der Burger ursprünglich wo anders herkommt -o Wunder aus Deutschland und zwar Hamburg. Verrückt oder? Die „Fleisch im Brötchen-Idee“ wurde im 19. Jhd. von Auswanderern nach Amerika gebracht, wo der Burger zum Kult wurde und sich nun im Zenit seines Revivals befindet.

Die Veggie-Variante gibt es seit den späten 90gern sogar bei Burgerking und MacDonalds. Dass Burgerbuden in Amerika wie in Deutschland aus dem Boden sprießen wie Pilze weißt Du auch. Trotz der scheinbar übersättigten Burgerkultur springe ich jetzt auf den Zug auf und kreiere einen neuen Burger. Einen Veggie-Knödel-Burger! Und sogar vegan.

Meine Interpretation des Burgers

Eine gute Freundin hat uns auf die Idee gebracht unseren „Fleischlos Glücklich“ als Patty zu verwenden. Aber eine Knödelscheibe aus Brot zwischen noch mehr Brot klemmen? Nun, wer sagt, dass ein Patty immer zwischen Brot sein muss? Lang lebe der Riesenchampignon! Die Form stimmt auf jeden Fall.

Dann muss noch etwas frisches Gemüse mit in den Burger. Die klassische Salat-Tomate-Zwiebelkombi ist mir hier zu langweilig. Ich brauche etwas Kräftiges, das beim würzigen Knödel nicht untergeht. Ich entscheide mich für feurige Peperoni und eine kräftige Salatkombination aus Rucola, Radicchio und Feldsalat. Um eine leicht asiatische Note hinzuzufügen, vermische ich etwas Miso mit einer traditionellen Aioli und als Beilage: Knusprige Karottenpommes mit Thymian.

Die Zutaten

für 3 Burger
1Knödelglas Sorte „Fleischlos Glücklich“
6Riesenchampignons (auch Portobello genannt)
3rote Peperoni
Miso
Aioli
Salatvariation (z.B. Rucola, Radiccio und Feldsalat)

Karottenpommes für ca. 3 Personen
6-8Karotten (oder alternativ Süßkartoffeln)
Rapsöl
Salz
frischer Thymian
etwas Mehl zum bestäuben (z.B. Dinkelvollkorn)

 

Ran an den Knödel

Aioli und Miso im Verhältnis 3:1 vermischen. Die Pilze vom Strunk befreien und bei den drei schönsten ein Kreuz auf der Oberseite ausschnitzen. Die Peperoni der Länge nach vierteln. Falls Du es nicht so scharf magst, kannst Du die Innenhaut und Kerne mit einem scharfen Messer abkratzen. Den Knödel in 3 dicke Scheiben schneiden. Die Pilze in einer beschichteten Pfanne mit etwas Öl bei mittlerer Hitze auf der Unterseite braten damit sie Wasser verlieren.

Die Karotten waschen und ebenfalls der Länge nach vierteln. In einer flachen Auflaufform mit dem Rapsöl (Olivenöl könnte später verbrennen) benetzen. Thymian und Salz nach eigenem Geschmack hinzugeben und gut vermengen. Alle Karottenstifte nebeneinander legen, mit Wasser benetzen und mit Mehl bestäuben damit es später knusprig wird. Vollkornmehl gibt einen leicht rustikalen Geschmack, weißes Mehl oder Maismehl gehen genauso gut. Ofen auf 250°C Umluft vorheizen.

Knödel und Peperonistreifen zu den Pilzen in die Pfanne geben und alles auf hoher Stufe von beiden Seiten braten. Karotten in den Ofen schieben und backen bis die Spitzen anfangen schwarz zu werden (5-7 min je nach Ofen). Durch die hohe Temperatur werden die Karotten außen süßer und durch die kurze Dauer bleiben sie innen knackig.

Mittlerweile sollten auch die Burgerzutaten fertig sein. Jetzt geht’s ans Schichten:
Pilz – Peperoni – Knödel – Aioli – Salat – Pilz. Die Peperoni etwas überstehen lassen, damit es wie eine Zunge aussieht.

Bam! Ein Veggie-Burger der ganz anderen Sorte, affengeile Karotten und das mit 20 min Arbeitsaufwand. Lass es Dir schmecken!