Salate zum Grillen mit Semmelknödel

Salate zum Grillen mit Semmelknödel

Salat war für mich lange Zeit ein sehr langweiliges Gericht und eher Konvention, als kulinarisches Erlebnis. Deshalb habe ich mir in Restaurants lange Zeit keinen bestellt. Durch Freunde, die ausgefallene Salate zum Grillen mitgebracht haben, wurde mein Interesse allerdings wieder geweckt. Grüner Spargel-Salat mit Kokosraspeln und Granatapfeldressing, Löwenzahn mit Brombeeren und Brie, oder Rucola mit gegrillten Pfirsichen und Speck in einem Honigdressing um nur einige zu nennen. Letzteren habe ich in mein Standardrepertoire aufgenommen, weil es in allen Aspekten ein Salat zum Grillen ist. Leider gibt’s noch keine Pfirsiche also muss ich mir was anderes einfallen lassen.

Draußen wird es wärmer, die Abende werden immer heller und ich bin hungrig. Heute Abend wird am See gegrillt! Nur was? Hauptsache lecker einfach und passend zu Knödeln. Bei den Temperaturen denke ich an einen saftigen, frischen Salat. Jetzt stellt sich mir die Frage: was sind die besten Salate zum Grillen am See? Auf dem Wochenmarkt bekomme ich immer die besten Ideen, also los!
Ich fange beim Metzger meines Vertrauens an und mir sticht sofort ein Rudel super saftiger roter Merguez ins Auge. Check! Weiter geht´s zum Gemüse-Mann. Salate und Gemüse soweit das Auge reicht. Ich gehe den einfachen Weg und frage direkt: „Guter Mann, was sind die besten Salate zum Grillen?“
„Hier, nimm diesen.“
„Echt jetzt? So einfach?“
„Jop. Prinzipiell passen alle Salate zum Grillen. Es kommt auf dein Dressing und die anderen Beilagen an. Außerdem ist das der Teuerste, den ich habe.“

Es ist ein Wildkräutersalat aus über einem Duzend verschiedener Kräuter. Er sieht fabelhaft aus. Um die Intensität des Geschmacks (und des Preises) etwas zu verdünnen, hole ich mir noch einen kleinen Kopfsalat dazu. Ich denke die fetten Heidelbeeren links von mir, passen zum waldigen Salat (und preislich spielen sie in einer ähnlichen Liga).

Die Zutaten

Für 2 Personen

Salat

1Knödelglas Sorte „Fleischlos Glücklich“
2Hände voll Wildkräutermischung
1Hand voll Heidelbeeren
1Kleiner Kopfsalat
1Möhre
30 gSalatkernmischung

Dressing

1Schalotte
2 clZitronensaft
6 clOlivenöl
1 TLDijon Senf
Salz
Pfeffer

Würstchen

2Paare Merguez
Dijon Senf

Salatkernmischungen kann man mittlerweile in den meisten Supermärkten kaufen. Du kannst Dir Deine Mischung aber auch einfach selber machen. Das spart Geld und Verpackung. Meine Mischung besteht zum größten Teil aus Kürbis- und Sonnenblumenkernen. Für dieses Rezept habe ich noch Sojakerne dazugegeben. Ich empfehle die Kerne vorher zu rösten und zwar jede Sorte für sich, damit die Kleinen nicht anbrennen, bevor die Großen fertig sind.

Ran an den Knödel

Um alles gut transportierbar zu machen, mische ich mein Dressing im Glas. Ein Glück habe ich so viele leere Knödelgläser 😛 . Für das Dressing die Schalotten kleinhacken und ins Glas legen. Salz und Zitronensaft kommen direkt hinterher. Vom Kopfsalat so viele Blätter von außen abreißen, bis Du etwa gleich viel Salat wie Wildkräuter hast. Die Möhre schälen und mit einem Sparschäler in feine Streifen schneiden. Während der Salat gewaschen und getrocknet wird, können die Schalotten ziehen und verlieren an Schärfe. Jetzt kommen der Senf, das Olivenöl und der Pfeffer dazu. In einem verschließbaren Behälter anschließend die Wildkräuter und den Salat mit den Heidelbeeren und Kernen vermischen. Den Knödel am besten daheim schon aus dem Glas holen und in sechs Scheiben schneiden.

Am See angekommen, musst Du sie dann nur noch auf den Grill legen. Sobald die Knödelscheiben die gewünschte Bräune erreicht haben, das Glas mit dem Dressing zur Hand nehmen und wild schütteln. Alle Zutaten sollen sich zu einer cremigen Soße verbinden. Zuerst die Salatmischung auf einen Teller geben, drei Knödelscheiben darauf anrichten und das Dressing darübergeben.

Bam! So schaffst Du Dir mit wenigen aber hochwertigen Zutaten ein leichtes Grillgericht. Dass ich die Merguez vergessen habe, ist mir erst während des Schreibens aufgefallen. Es hat an nichts gefehlt. Für den Fleischliebhaber ist sie natürlich trotzdem eine höchst schmackhafte Beilage.